Von Seiten des Unipräsidiums und den Studierendenvertretungen hört man permanent den Ruf nach „Mehr“ – mehr Geld, mehr Freiheit, mehr Unterstützung.
Selbstverständlich sind diese Forderungen zunächst grundsätzlich berechtigt. Doch den Wenigsten ist klar, wie die universitären Gremien ihre Entscheidungen treffen und wo die Uni, wo die Stadt tatsächlich spart.
In Hamburg trat im Oktober 2012 das Transparenzgesetz in Kraft. Es verfolgt das Ziel, dass jeder Bürger der Verwaltung auf Augenhöhe begegnen kann. Denn eine transparente Verwaltung ist kein Selbstzweck. Stattdessen soll behördliches Handeln nachvollziehbar gemacht werden.
Wir finden, dass Transparenz nicht an den Grenzen der Universität aufhören darf. Schließlich ist die Uni eine staatliche Bildungseinrichtung und kein privates Unternehmen, das für sich wirtschaftet. Wir fordern mehr Transparenz in der Univerwaltung. Warum sollten nur die Stadt und die Studierendenvertretung ihre Arbeit nachvollziehbar für die Studierenden machen? Unserer Ansicht nach sollten die Studierenden Einsicht in die Mittelverteilung und die wichtigsten Entscheidungsprozesse bekommen können. Denn ist erst einmal transparent, wo tatsächlich Mangel herrscht, erlangt der Ruf nach „Mehr“ eine ganz andere Legitimität. Darum fordern wir mehr Transparenz für den Haushalt und die Verwaltung unserer Uni.